Dezember 2017: Yalcin Yildiz

Zielstrebigkeit, Willenskraft und Demut – drei Tugenden, die Yalcin Yildiz zu dem gemacht haben, was er heute ist. Der gelernte Gross- und Aussenhandelskaufmann ist seit 2011 geschäftsführender Gesellschafter von zwei Unternehmen – unter anderem der LIVA Mobile GmbH mit 120 Mitarbeitenden. Mit derzeit 16 Vodafone Shops ist die LIVA Mobile GmbH der grösste Premium Partner von Vodafone Deutschland in Nordrhein-Westfalen (NRW).

Aber auch der Sport spielt in Yalcin Yildiz’s Leben eine wichtige Rolle. Früher selber noch in den regionalen Fussballligen aktiv, ist er heute vor allem als Fan bei den Schalke-Spielen anzutreffen. Zudem ist sein Unternehmen offizieller Schalke-Partner. Aufgrund seiner grossen Leidenschaft für den Fussball, entschloss er sich, seine Managementkompetenzen sportspezifisch zu erweitern und erlangte 2016 das „Certificate of Advanced Studies in Sports Management“.

Frage 1: Yalcin Yildiz, als grosser Schalke-Fan kannten Sie den Verein und dessen Strukturen bereits vor dem Lehrgang. Inwiefern waren die Einblicke der Schalke-Referenten dennoch interessant für Sie?

Ich fand es genial, wie offen und transparent alle Referenten von Schalke 04 die aktuellen Projekte und „The Way of Schalke“ vorgestellt haben. Besonders beeindruckt haben mich die Referate von Alexander Jobst (Vorstand Marketing FC Schalke 04) und Moritz Becker-Schwarz (Vorsitzender der Geschäftsführung FC Schalke 04 Arena Management GmbH ).

Frage 2: Sie haben schon diverse Weiterbildungen besucht. Wie unterschied sich die Sportmanagement-Weiterbildung an der Universität St. Gallen von Ihren bisherigen Abschlüssen?

Die Professoren und Praxisexperten waren im Vergleich zu anderen Weiterbildungen und Schulungen immer das Beste, was der Markt zu bieten hatte. Weil die Inhalte sehr anwendungsorientiert vorgestellt wurden, konnten wir jederzeit die „Key Takeaways“ für unser/e Unternehmen/Projekte ableiten und uns im Anschluss mit den jeweiligen Referenten austauschen. Diese Möglichkeiten machten es zur hochwertigsten Weiterbildung, die ich je besucht habe. Wir haben von echten „Machern“ und nicht von Theoretikern gelernt!

Frage 3: Sie führen nun erfolgreich zwei Unternehmen. Wie lautet die Erfolgsformel von Yalcin Yildiz?

„Das beste Management ist jenes, das nicht nötig ist, weil jeder weiss worauf es ankommt.“

Frage 4: Ihr Unternehmen ist Schalke-Partner – was erhoffen Sie sich von dieser Partnerschaft?

Ich bin aus Verbundenheit zur Region und dem Umfeld Partner der Königsblauen geworden. In erster Linie bin ich aber nach wie vor leidenschaftlicher Fan – das merkt man mir bei jedem Spiel von Schalke 04 an.

Frage 5: Mit Marcel Kälin (CEO FC Luzern) und Christoph Spycher (Sportchef BSC Young Boys) sind zwei Ihrer Kommilitonen in einer Führungsposition bei einem Fussballverein tätig. Reizt Sie persönlich ebenfalls eine Managementtätigkeit bei einem grossen Sportverein?

Ja, auf jeden Fall. Es gibt weltweit einige erfolgreiche Beispiele für Sportmanager, die nicht aus dem Profisport kommen. Christian Heidel (Sportvorstand FC Schalke 04) ist ein gutes Vorbild, welches durch einen unbelasteten Ansatz neue Wege gegangen ist. Ich glaube daran, dass ein sportinteressierter und erfolgreicher Unternehmer denselben Erfolg auch im Mannschaftssport haben kann. Wer weiss, vielleicht hospitiere ich mal bei einem meiner Kommilitonen Asa, Christoph oder Marcel.

Frage 6: Momentan sind Sie hauptsächlich in der Privatwirtschaft tätig. Können Sie die erlernten Erkenntnisse trotzdem auf Ihren Berufsalltag anwenden?

Absolut, denn bei vielen Inhalten wie z. B. „Führung von Hochleistungsteams“ kann ich einen Transfer auf die Privatwirtschaft schaffen und die gelernten Inhalte in meinem Berufsalltag umsetzen.

Frage 7: Mit Gerald Asamoah besuchte die Schalke-Legende schlechthin den Sportmanagement-Lehrgang 2016. Inwiefern kann eine gestandene Führungskraft wie Sie auch von den Erfahrungen eines ehemaligen Sportlers profitieren?

Gerald ist als langjähriger und international erfolgreicher Spieler ein erfahrener Mann auf seinem Gebiet. Man sieht, dass er während seiner Karriere bereits viel Verantwortung übernommen hat und (Mit-)Spieler geführt hat. Seine Expertise und seine offene Art, gerade zur Weltmeisterschaft 2006, haben den Kurs bereichert. Ich glaube auch, dass er als Manager der U23 Erfolg haben wird.

Frage 8: Halten Sie noch den Kontakt zu Studienkolleginnen und -kollegen vom Sportmanagement-Lehrgang?

Da wir längere Zeit auf engstem Raum zusammengearbeitet haben, sind viele Freundschaften entstanden. Ausserdem haben wir noch unseren Gruppenchat und vor allem die Alumni-Events, wo man sich immer wieder hört beziehungsweise sieht.

Frage 9: Mit welchen Projekten beschäftigen Sie sich aktuell?

Derzeit beschäftige ich mich mit der Digitalisierung meines Unternehmens. Das war auch ein grosses Thema beim Lehrgang in St. Gallen und eines der wichtigsten Projekte auf Schalke. Aber wie ich schon sagte, wer sich selbst gut organisiert bzw. Kompetenzen abtritt, hat immer Zeit für Neues. Deshalb würde mich auch eine Hospitation bei einem Fussballmanager reizen.

 

Vielen Dank für die interessanten Einblicke, Herr Yildiz!