Mai 2019: Marco Bruni

Sport als ständiger Begleiter und Motor im täglichen Leben

Als normaler Junge mit etwas mehr Energie als die anderen Klassenkammeraden war Marco Bruni in jungen Jahren schon vom Sport begeistert. Er war in drei verschiedenen Sportvereinen und hat als 10-jähriger schon mehr als 15 Stunden in der Woche trainiert oder besser gesagt Spass am Sport gehabt. Skifahren, Fussball, Windsurfen, Tennis, Schwimmen, Langstreckenlaufen & Skateboarden – es gibt kaum eine Sportart, die Marco Bruni nicht ausprobiert und teils auch wettkampfmässig verfolgt hat. So stand er im Alter von 14 Jahren im Ski-Juniorenkader als er zusätzlich das Snowboarden entdeckte. Plötzlich war der Leistungssport nebensächlich und Bruni wollte nur noch Windsurfen, Surfen und Snowboarden.

Die Ausbildung zu einer Treuhand-Berufslehre hat gerade noch reingepasst in den engen Sportkalender und anschliessend sollte er in Zürich studieren. So weit kam es jedoch nicht – von 1991 bis 2014 übte er vom Snowboardlehrer und -experten bis zum Snowboard Freestyle-Nationaltrainer verschiedene Positionen aus und das Studium hatte keinen Platz mehr. Nach vier Weltmeistertiteln und einer olympischen Goldmedaille 2014 mit Iouri Podladtchikov war der Höhepunkt der Trainerkarriere erreicht und Bruni wollte sich neu orientieren.

 

Sport und Business

Neben dem Job als Trainer war Marco Bruni vermehrt im Athletenmanagement tätig. Seit 2010 betreut er fünf verschiedene Sportler. Neben den Sponsoringverträgen ist es ihm ein grosses Anliegen die Athleten auch auf ihrem Karriereweg zu begleiten. Nach dem Gewinn der Olympiamedaille 2014 interessierte ihn aber auch immer mehr die Welt ausserhalb des Sportes und insbesondere was die Wirtschaft vom Hochleistungssport lernen kann. Ein guter Bekannter gab ihm die Chance in seinem Unternehmen Coachingaufgaben zu übernehmen und anstelle von Snowboardskills, Geschäftsprozesse & Dienstleistungen zu analysieren. 2017 wollte Bruni aber zurück in den Sport und schrieb sich auch aufgrund dessen für die Sportmanagement-Weiterbildung an der Universität St. Gallen ein. Durch einen Kurzauftrag mit seinem langjährigen Erfolgsathleten Iouri Podladchikov für die Olympischen Spiele 2018 in Korea, die Projektverantwortlichkeit für den Waveup Surfpark in Regensdorf und die Stelle als Leistungssportchef des schweizerischen Surfverbandes war er wieder mitten im Sportgeschehen. Seit dem 1. September 2019 darf Bruni nun die wundschöne Aufgabe als Leiter Athletenentwicklung für den Rollstuhlsport Schweiz wahrnehmen. Diese Stelle beinhaltet die Leitung des nationalen Leistungszentrums für Rollstuhlsport, die Leitung der Sportakademie sowie die Leitung des Nachwuchses.