Manuel Rothmund

Alumni des Monats Dezember 2019

Reporter und Produzent beim Schweizer Radio und Fernsehen

Seit 15 Jahren ist Manuel Rothmund am Radio zu hören. Anfänglich bei den regionalen Privatsendern Radio Ri und FM1. Seit 8 Jahren ist er als Produzent beim nationalen Sender Radio SRF 3 zu hören. In dieser Tätigkeit besuchte er unter anderem die olympischen Winterspiele in Pyeongchang und die alpine Ski WM in St. Moritz. Weiter war er in einer dreiteiligen Fernsehdokumentation im Schweizer Fernsehen zu sehen. Darin besuchte er mit seinem Kollegen Stefan Büsser die Familien der Schweizer Fussballnationalspieler aus dem Balkan. Die beiden betreiben seit diesem Jahr auch den ersten Fussballpodcast der Schweiz. Unter dem Namen «Ehrenrunde» begrüssen Büsser und Rothmund in unregelmässigen Abständen Fussballgrössen aus dem Schweizer Fussball. In den bisherigen Folgen waren unter anderen Ciriaco Sforza, unser Alumni Mladen Petric oder der Präsident des FC Zürich Ancillo Canepa zu Gast. Seit einiger Zeit wird Manuel Rothmund auch vermehrt als Eventmoderator gebucht.

Frage 1: Herr Rothmund, Sie haben das CAS Sportmanagement 2019 absolviert. Worin lag Ihre persönliche Motivation, eine Sportmanagement-Weiterbildung zu besuchen?

Ich war auf der Suche nach einer passenden Weiterbildung. Und das in einem Bereich, der mich auch ausserhalb meines Berufsfeldes interessiert. Daher lag Sport auf der Hand. Das CAS Sportmanagement an der HSG erschien mir als optimal. Im Hinblick auf meine weitere berufliche Laufbahn erhoffte ich mir durch die Weiterbildung spannende Inputs.

Frage 2: Wie erlebten Sie das Programm? Welche Ihrer Erwartungen haben sich erfüllt, welche nicht?

Das Programm empfand ich als sehr praxisnah. Was nicht heisst, dass auch theoretische Inhalte gelehrt wurden. Ich bekam zahlreiche Einblicke in Bereiche, die ich so nicht erwartet habe. Vor allem das Geschäft hinter und um dem Sport wurde mir vermittelt. Auch der Austausch mit den Mitstudenten hat mir extrem gut gefallen. Ich habe unzählige gute Gespräche geführt und Kontakte geknüpft. Als sehr sport- und fussballbegeisterte Person war der Lehrgang ein echtes Erlebnis.

Frage 3: Der Lehrgang richtet sich u. a. an ehemalige und aktive Spitzensportler. Wie war es für Sie, mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Sport zu studieren?

Das bekannte Sportler in der Klasse waren, empfand ich als Bereicherung. Es ergaben sich so natürlich sehr schnell spannende Gespräche. Die anderen Personen aus dem sportnahen Umfeld waren aber genauso interessant wie die ehemaligen Spitzensportler/innen. Vereinspräsidenten, CEO’s, Investoren, Marketingexperten oder auch Talentförderer; von allen konnte ich profitieren.

 
Frage 4: Welchen Eindruck konnten Sie vom Verein FC Schalke 04 gewinnen?

Der Verein ist riesig. Ich war sehr imponiert vom Ausmass dieses Vereins. Welche Abteilungen der Verein hat, was für Gedanken sich die Verantwortlichen machen und was für den sportlichen Erfolg alles getan werden muss. Das sind zum Teil Dinge, die mit Sport nur am Rande etwas zu tun haben. Ich erachte Schalke als optimalen Partner für diesen Lehrgang.

 
Frage 5: Sie sind seit mehreren Jahren Reporter und Produzent beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF 3). Welche Tätigkeiten bringt das mit sich?

Grundsätzlich bin ich für die Planung einer Sendung zuständig. Ich entwickle Themen und setze diese auch um. Hierfür recherchiere ich die nötigen Fakten, führe Interviews, schneide diese zusammen und texte die Moderationen. Als Produzent trage ich die Verantwortung für die Sendung. Ich muss die Sendung so vorbereiten, dass der Moderator glänzen kann. Wir bei Radio SRF 3 sind der Sportsender bei SRF. Daher finden sehr viele Sportthemen den Weg in meine Sendungen.

Frage 6: In Ihrer Funktion als Produzent für das Schweizer Radio besuchten Sie unter anderem die olympischen Winterspiele in Pyeongchang und die alpine Ski WM in St. Moritz. Welche Eindrücke durften Sie im Rahmen dieser sportlichen Grossanlässe sammeln?

Mir ist aufgefallen, dass es bei diesen Anlässen um weit mehr als nur um den sportlichen Wettkampf geht. Marketing, Übertragungsrechte, Umweltschutz oder Politik spielen eine sehr grosse Rolle. Das spürt man vor Ort. Speziell die olympischen Spiele in Südkorea waren ein riesen Erlebnis. Das Ausmass solcher Spiele ist extrem. Alleine wie weit alles voneinander entfernt ist, realisiert man normal nicht. Zwischen Journalistendorf, Sportstätten und House of Switzerland verbrachte ich täglich etwa 2-3 Stunden im Bus. Von Korea selber habe ich praktisch nichts gesehen. Man befindet sich in einer «Olympia-Blase». Das ist bei Sportlern und Journalisten sehr ähnlich. Daher lernt man sich auch ausserhalb der Sportstadien ziemlich gut kennen.

Frage 7: Ebenfalls für viel Aufmerksamkeit sorgte Ihre dreiteilige Fernsehdokumentation im Schweizer Fernsehen, in der Sie die Familien der Schweizer Fussballnationalspieler aus dem Balkan besuchten. Welche Einsichten waren im Rahmen dieser Dokumentation besonders spannend?

Mir wurde in erster Linie klar, was für einen enorm grossen Stellenwert unsere Fussballer in ihren Herkunftsländern haben. Sie sind Superstars! Wenn beispielsweise Granit Xhaka in Pristina ist, dann weiss die ganze Stadt Bescheid. Die Spieler sind nicht nur sportliche Vorbilder, sondern auch finanzielle Stützen der ganzen Familie. Sie bauen Häuser oder Fussballplätze, unterstützen Schulprojekte und bezahlen auch mal ein Auto. Woher die sehr enge Verbundenheit der Spieler zu ihren Herkunftsländern stammt, wurde mir so etwas klarer. Weiter wurde mir bewusst, dass die Schweiz einen extrem guten Ruf geniesst. Uns wurde das speziell im Kosovo mehrfach bestätigt.

 
Frage 8: Zusammen mit Stefan Büsser betreiben Sie seit diesem Jahr den ersten Fussballpodcast der Schweiz. Unter dem Namen «Ehrenrunde» begrüssen Sie Fussballgrössen wie z. B. Ciriaco Sforza oder unseren Alumni Mladen Petric. Wie kam es zu dieser Idee?

Auf der Balkanreise für das Schweizer Fernsehen hörten wir einige Fussballpodcasts aus Deutschland. Da fragten wir uns, warum wir das nicht auch in der Schweiz umsetzen sollten. Danach ging alles sehr schnell und Beni Huggel war unser erster Gast. Wir machen das sehr unregelmässig und nur als Hobby. Mittlerweile sind wir aber schon bei 11 Folgen und mächtig stolz darauf. :-)

Frage 9: Wie sehen Ihre beruflichen Ziele für die nächsten Jahre aus?

Ich möchte den Fussballpodcast sicher weiter betreiben. Das ist ein Herzensprojekt. Zudem werde ich mich beruflich weiter in Richtung Sport bewegen. Was das genau heisst wird die Zukunft zeigen.

Frage 10: Momentan ist das Bewerbungsfenster für die Weiterbildung 2020 offen. Wem würden Sie den Studiengang empfehlen?

Für ehemalige Sportler ist der Lehrgang sicher eine gute Möglichkeit sich einiges an Fachwissen anzueignen. Aber auch Personen, die im Sportumfeld tätig sind, werden in diesem Lehrgang neue Inputs bekommen. Wärmstens ans Herz legen würde ich dieses CAS Leuten, die ihr Beziehungsnetz und Wissenshorizont erweitern möchten.

 

Vielen Dank für das interessante Interview, Herr Rothmund!

 

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