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Kumar Tschana


Alumni des Monats Dezember 2022
Geschäftsführer Hamburger Sport-Verein e.V.

Der Werdegang von Kumar Tschana, geboren 1985 in Mainz als Sohn afghanischer Flüchtlinge hinduistischen Glaubens, war durchgehend begleitet von der täglichen Arbeit im Ehrenamt im Sport. Er hat bereits mit 14 Jahren angefangen, sich im Sportverein als ehrenamtlicher Basketball Co-Trainer einzubringen und von dort engagierte er sich in nahezu alle ehrenamtlichen Funktionen eines Sportvereins und zuletzt sogar im Sportverband. Sein Hobby und seine Leidenschaft hat er kurzum nach dem Abitur zum Hauptberuf gemacht. Er durchlief in kürzester Zeit vom Zivildienstleistenden in 2006 bis zum Assistenzen der Geschäftsleitung verschiedene hauptamtliche Funktionen in seinem Sportverein, der Hausbruch Neugrabener Turnerschaft e.V.. Mit 29 Jahren wurde er im selben Verein zum Geschäftsleiter Sport ernannt und für sein enormes Engagement und seine Erfahrung im Sport belohnt.

Diese langjährige Erfahrung im Ehren- und Hauptamt eines Sportvereins war ausschlaggebend dafür, dass er 2015 die Möglichkeit erhielt, für den Hamburger Sport-Verein e.V. den Amateur & Spitzensportbereich als Leiter zu übernehmen und weiterzuentwickeln. Während seiner gesamten Laufbahn hat er viele verschiedene Fortbildungen und Weiterbildungen im Sport und darüber hinaus besucht, da er bereits in jungen Jahren viel Verantwortung im Sport und Management übernommen hat.

Der Höhepunkt seiner bisherigen Karriere war im Januar 2020, nach der Teilnahme an der CAS Sportmanagement-Weiterbildung, als er zum Geschäftsführer des Hamburger Sport-Verein e.V. ernannt wurde. Seitdem verantwortet er mit seinem Team hauptamtlich den gesamten Verein. Die tägliche Arbeit war bislang stark geprägt von der Pandemie und aktuell der hohen Inflation. Trotz dieser Herausforderungen steigt die Mitgliederzahl und es wurden weitere (Sport-)Angebote für Mitglieder geschaffen. In dieser Zeit konnte er neben dem großartigen und vielseitigen Netzwerk der CAS Sportmanagement-Weiterbildung auch auf die wertvollen Erfahrungen aus den Vorlesungen zurückgreifen.

Seine Arbeit verbindet Sport und Management und für ihn gebe es keine bessere Position, um beides miteinander zu verbinden.

Frage 1: Kumar, du wurdest im Alter von 34 Jahren zum Geschäftsführer des Hamburger Sport-Verein e.V. ernannt. Gab es Stimmen, die sagten, das sei zu früh?

Das könnte man auf den ersten Blick denken, aber vor allem innerhalb des HSV habe ich von allen Seiten Unterstützung erfahren. Ich habe fünf Jahre sehr eng mit dem Präsidium und meinem Vorgänger, Michael Papenfuß, zusammengearbeitet und das Alter war aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit im Sport kein Thema.

Frage 2: Wie hast du zum HSV gefunden?

2014 habe ich mich auf eine Stellenausschreibung als Geschäftsführer eines großen Sportvereins beworben, da wusste ich noch nicht, dass es sich dabei um den HSV handelt. Im ersten telefonischen Bewerbungsgespräch habe ich dies vom damaligen Schatzmeister Dr. Ralph Hartmann erfahren, welcher mich aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt hatte. Zu dem Zeitpunkt war ich jedoch zu jung für die Stelle des Geschäftsführers, aber die Position als Leiter Amateursport wurde im Zuge der Besetzung des Geschäftsführers frei und ich wurde glücklicherweise dafür ausgewählt.

Frage 3: Der Breitensport bzw. das Ehrenamt ist die Basis unserer Sportlandschaft. Wie kann man dieses Bewusstsein in der Gesellschaft wieder vermehrt fördern?

Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt und damit haben sich auch Vereinsstrukturen und -angebote verändert. Der Aufgabenbereich und die Verantwortung für Ehrenamtliche ist dadurch gewachsen. Wir müssen es schaffen, das Ehrenamt attraktiver zu machen und zudem wieder nah an den Sport und die Mitglieder zu bringen. Dies ist aufgrund von Bürokratie und Vorgaben teilweise verloren gegangen. Mit der Digitalisierung haben wir außerdem die Chance, die Ehrenamtlichen zu entlasten und Abläufe zu automatisieren wie z.B. durch digitale Sitzungen anstelle von Präsenzterminen oder auch mit Onlinemitgliedsanträgen.  

Frage 4: Der Hamburger Sport-Verein e. V. ist einer der mitgliederstärksten Sportvereine der Welt. Ist das heute noch entscheidend?

Wir sind sehr dankbar für die Treue und Unterstützung unserer mehr als 90.000 Mitglieder und stolz auf unser vielfältiges Vereinsangebot, messen uns aber nicht an einem Ranking. Wir wollen für unsere Mitglieder ein gutes und modernes Angebot schaffen und nahbar sein. 

Frage 5: Mit welchen Projekten beschäftigst du dich aktuell?

Neben dem Tagesgeschäft, wie z.B. der Planung der Mitgliederversammlung im Januar und der aktuellen Betriebsprüfung, beschäftigen wir uns seit mehr als zwei Jahren intensiv mit der Digitalisierung des Vereins. 2020 haben wir unsere Digitalisierungsstrategie vorgestellt, welche wir mit verschiedenen Stakeholdern erarbeitet haben, und jedes Jahr werden neue Maßnahmen implementiert und umgesetzt. Aktuell arbeiten wir intensiv an einem Relaunch unserer Website und einer Sport-App. Ein weiteres großes Projekt ist die Sanierung unserer vereinseigenen Sportanlage in Norderstedt (Paul Hauenschild Sportanlage). Wir wollen unsere Sportflächen und die technischen Anlagen auf den aktuellen ökologischen und ökonomischen Standard bringen. Für dieses Projekt haben wir erfolgreich Fördergelder eingeworben und starten 2023 die ersten Maßnahmen.

Frage 6: Du hast bereits diverse verschiedene Aus- und Weiterbildungen absolviert. Wie unterschied sich die Sportmanagement-Weiterbildung an der Universität St. Gallen von deinen bisherigen Abschlüssen?

Die Sportmanagement-Weiterbildung war sehr praxisorientiert und dadurch für meine tägliche Arbeit im Verein hilfreich. Die Dozenten haben die Inhalte sehr lebendig vermittelt und viele Themenfelder aus dem Sportmanagement abgedeckt. Die Mischung der Gruppe war aus meiner Sicht sehr gut gewählt, weil viele Bereiche, die mit dem Sport in Verbindung stehen, vertreten waren.

Frage 7: Der Lehrgang richtet sich u. a. an ehemalige und aktive Spitzensportler. Wie war es für dich mit der HSV-Legende Mladen Petrić zusammen die Schulbank zu drücken?

Als HSV-Fan seit der 5. Klasse war das für mich eine besondere Zeit, weil ich Mladen Petric bis dahin nicht persönlich kannte. Neben den spannenden Themen und den hervorragenden Dozenten waren die Gespräche mit Mladen zu seiner Zeit als Profi besonders interessant und bleiben mir positiv in Erinnerung.

Frage 8: Du bist gefühlt auf der Karriereleiter schon ganz oben angekommen. Wo führt dein Weg noch hin bzw. wo sehen wir Kumar in 5 Jahren?

Ich hoffe doch weiterhin beim HSV als Geschäftsführer, denn die Arbeit macht mir großen Spaß. In der Position habe ich meine Aufgabe gefunden, die mich durch die Verbindung von Sport, Management und gesellschaftlicher Verantwortung sehr erfüllt und durch die Vielfältigkeit auch jeden Tag neue Herausforderungen bringt. Ich sehe für die nächsten Jahre noch viele spannende Projekte, die wir im HSV mit den Gremien und dem Team umsetzen können. Persönlich werde ich mich regelmäßig weiterbilden, um auf dem neusten Stand zu bleiben.

 

Vielen Dank für das spannende Interview, lieber Kumar!

 

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