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Dominik Ellenberger

Alumni des Monats Mai

Dominik Ellenberger, Owner & CEO der Adcom Switzerland AG (Adcom), ist seit über 20 Jahren Teil des Unternehmens — und damit weit mehr als nur ein langjähriger Mitarbeiter. Seine Geschichte ist eng mit der Entwicklung von Adcom verbunden. Was 2006 im Eventsupport begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer beeindruckenden Laufbahn, geprägt von Einsatzbereitschaft, Vertrauen und dem stetigen Willen, Verantwortung für das Unternehmen und die Mitarbeitenden zu übernehmen.

Das Besondere am Weg von Dominik ist die Konsequenz, mit der er ihn gegangen ist: Dominik hat bei Adcom nicht einfach direkt Karriere gemacht, sondern jede einzelne Station des Unternehmens durchlaufen — vom Eventsupport über die Logistik bis hin zur Leitung des Geschäftsbereichs Eventmanagement und Operations. Aus der Praxis heraus wuchs er Schritt für Schritt in neue Führungsrollen hinein und entwickelte dabei ein tiefes Verständnis für das Geschäft und die Unternehmensstrukturen, die relevanten Abläufe und vor allem die Menschen, mit denen er im Laufe der Zeit zusammengearbeitet hat. Genau diese Nähe zum alltäglichen Geschäft, zu den einzelnen Teams und zu den entscheidenden Momenten, in denen allesfunktionieren muss, macht seinen Weg bis zum CEO so aussergewöhnlich.

Als Chief Operating Officer trug er massgeblich dazu bei, Abläufe weiterzuentwickeln, Teams zu stärken und Adcom operativ in die Zukunft zuführen. Seit Juli 2025 steht Dominik als Owner & CEO an der Spitze von Adcom. Diese Rolle ist für ihn nicht nur ein beruflicher Meilenstein, sondern auch Ausdruck einer tiefen Verbundenheit mit dem Unternehmen, seinen Mitarbeitenden und der gemeinsamen Geschichte.

Teamgeistspielt auch privat eine zentrale Rolle in seinem Leben. Als Fussballtrainerbegleitete Dominik über viele Jahre Menschen auf und neben dem Platz. Dortsammelte er Erfahrungen, die ihn bis heute prägen: Zuhören, motivieren,Vertrauen schaffen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam auf ein Zielhinarbeiten.

Die Weiterbildung im Bereich Sportmanagement an der Universität St.Gallen im Jahr 2021 bereitete Dominik optimal auf die aktuellen Herausforderungen in seiner Rolle als Owner und CEO vor und ermöglicht die Verbindung seiner praktischen Erfahrung und Führungsstärke mit einem fundierten Verständnis für Menschen und Organisationen. Seine Laufbahn erzählt von Kontinuität, Leidenschaft und der Überzeugung, dass nachhaltiger Erfolg immer im Team entsteht.

Frage 1: Lieber Dominik, du hast deine Karriere bei Adcom vor 20 Jahren im Eventsupport begonnen und bist heute Owner & CEO. Das Unternehmen scheint deine berufliche Heimat zu sein – was macht Adcom so besonders?

Adcom und mich verbindet eine lange Geschichte. Nach meiner abgeschlosseneren Lehre als Spengler-Sanitärinstallateur bin ich unmittelbar in die Eventbranche eingestiegen; damals noch bei HKK (Harri Kunz Kommunikation). Ich startete als Freelancer und bekam schliesslich die Möglichkeit, als Festangestellter Eventsupporter zu arbeiten. Bereits früh durfte ich in dieser Funktion Verantwortung übernehmen und war zuständig für alle Events des Schweizerischen Fussballverbandes, insbesondere für jene der A-Nationalmannschaft. Dies war für mich eine Herzensangelegenheit, da ich mein Hobby mit meiner beruflichen Tätigkeit verbinden konnte. So ging es dann auch weiter: Ich durfte sukzessive mehr Verantwortung übernehmen und hatte ein wohlwollendes Arbeitsumfeld, in dem ich gefördert und gefordert wurde und ich mich stets weiterentwickeln konnte. Adcom zeichnet sich durch die besonderen Menschen aus, was auch für mich ein entscheidender Faktor in meiner Karriere war. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr werden bei uns unglaubliche Leistungen erbracht. Dieser Teamspirit bzw. dieses «WIR- Gefühl» hat mich in frühen Jahren gestärkt, Mittlerweile darf ich diese Kultur bei uns bereits seit einigen Jahren stark mitprägen, was mich unglaublich stolz macht.

Frage 2: Du hast bei Adcom wirklich jede Station von unten nach oben durchlaufen, vom Eventsupport über Logistik bis hin zur Geschäftsleitung. Was hat dir dieser Weg vermittelt?

Dieser Weg hat mir vor allem gezeigt, wie wichtig es ist, das Unternehmen in seinen Grundstrukturen zu verstehen. Die Erfahrungen in den verschiedenen Stationen haben es mir ermöglicht, die Abläufe, die Herausforderungen im Alltag und vor allem die Arbeit der Teams besser nachvollziehen zu können. Diese Erfahrungen prägen meine heutige Führungsarbeit stark – ich verstehe das operative Geschäft und die verschiedenen Rollen.

Frage 3: Adcom ist seit über 20 Jahren in der Eventbranche tätig, die Branche hat sich stark verändert: durch Digitalisierung, neue Formate und veränderte Erwartungen von Kunden und Gästen. Was macht ein Event heute wirklich unvergesslich und wie hat sich dein Blick auf «gute Events» über die Jahre verändert?

Im Vordergrund stand früher die perfekte Inszenierung eines Events. Heute geht es stärker um Relevanz, Emotionen und echte Erlebnisse. Die Zuschauerrolle genügt dem Publikum nicht – sie wollen ein Teil des Erlebnisses sein, interagieren, teilen und Erinnerungen schaffen, die bleiben. Gleichzeitig erwarten Kunden heute messbare Wirkung, nachhaltige Konzepte und Formate, die physisch und digital funktionieren. Erfolgreiche Events erzählen eine Geschichte und verbinden Menschen über Emotionen – unabhängig von Grösse oder Budget. Es sind oft nicht die grössten Bühnen oder die teuersten bzw. aufwendigsten Produktionen, die zum Erfolg führen. Vielmehr geht es darum, Momente zu schaffen, die authentisch sind und überraschen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Fokus bei Adcom stark verändert: Wir organisieren nicht nur Events, sondern schaffen Erlebnisse mit messbarer Wirkung. Wir denken heute viel stärker in Communities, Aktivierung, Interaktion und nachhaltiger Markenbindung.

Frage 4: Seit Juli 2025 bist du Owner & CEO von Adcom. Wie fühlt sich diese Verantwortung an und was hat sich in deinem Blick auf das Unternehmen seit dem Schritt an die Spitze verändert?

Die Verantwortung in meiner neuen Rolle als Owner & CO-CEO ist gross, fühlt sich aber auch sehr vertraut an, weil ich das Unternehmen und die Menschen seit vielen Jahren kenne. Ich fühle mich gegenüber dem Team und der gemeinsamen Entwicklung verpflichtet. Es ist mir eine grosse Freude Adcom mit meinem Geschäftspartner Alain Blaser zu führen. Wir ergänzen uns optimal und decken jeweils verschiedene Bereiche in unserem Unternehmen ab.

Mein Blick auf Adcom hat sich dahingehend verändert, dass ich heute stärker auf die strategische Gesamtverantwortung fokussier. Nichtsdestotrotz ist es mir ein grosses Anliegen, nah an den Menschen und der operativen Realität zu bleiben, weil genau dort unser Erfolg entsteht.

Frage 5: Welches Führungsprinzip hat sich für dich über die Jahre als das wirkungsvollste herausgestellt?

Meine Antwort lässt sich nicht auf ein spezifisches Führungsprinzip reduzieren. Vielmehr sind es verschiedene Puzzleteile, welche in der Summe und richtigen Kombination zu einem Gesamtbild werden: Vorbild sein für alle Mitarbeitenden, Vertrauen schaffen und Mitarbeitende fordern und fördern. Dies in Kombination mit einer positiven Fehlerkultur, aus der lehrreiche Schlüsse gezogen und zukünftiges Potential ausgeschöpft werden.

Frage 6: Du warst viele Jahre als Fussballtrainer tätig. Welche Erkenntnisse aus dem Coaching auf dem Platz bringst du direkt in deine Führungsarbeit bei Adcom ein?

Ich durfte bereits mit 25 Jahren meine erste Trainerrolle im Aktiven Bereich übernehmen. Bereits damals habe ich die vielen Parallelen zwischen meiner Rolle als Fussballtrainer und dem beruflichen Alltag festgestellt. Fussball verbindet Menschen, ähnlich wie dies in einem Unternehmen der Fall ist: Mit gemeinsamen Kräften wird auf ein Ziel hingearbeitet. Eine meiner grossen Stärken ist es, mit verschiedenen Menschen ein Team zu formen, dass füreinander sowohl in guten, wie auch in schwierigen Zeiten einsteht. Die Erfahrung als Trainer hat mich gelehrt, Menschen individuell zu fördern, ihnen Verantwortung zu geben und sie in entscheidenden Momenten zu unterstützen. Diese Prinzipien prägen meine Führungsarbeit bei Adcom bis heute stark.

Frage 7: Sport und Business teilen viele Gemeinsamkeiten. Wo siehst du die grössten Parallelen zwischen dem Führen einer Mannschaft und dem Führen eines Unternehmens?

Die grösste Parallele ist für mich ganz klar das Team. Sowohl im Sport als auch im Business gewinnt man nur gemeinsam – es braucht ein klares Ziel, eine gute Abstimmung und Vertrauen in die einzelnen Rollen. Dazu kommt, dass Erfolg nie linear verläuft: Es gibt Phasen mit Druck, Rückschlägen und schwierigen Entscheidungen. Genau in diesen Momenten zeigt sich, wie stark ein Team wirklich ist und wie erfolgreich Führung funktioniert.

Frage 8: Du hast 2021 den CAS Sportmanagement an der Universität St. Gallen absolviert – mitten in deiner Karriere bei Adcom. Was hat dich zu dieser Weiterbildung bewogen und was hat sie dir konkret gebracht?

Die Weiterbildung habe ich absolviert, um meine praktische Erfahrung mit theoretischem Wissen zu ergänzen und neue Perspektiven zu gewinnen. Das CAS-Sportmanagement hat mich in allen Belangen nochmals «ein paar cm» weitergebracht. Die verschiedenen Module führten zu wertvollen Erkenntnissen, die mich noch heute prägen: «Verschwende deine Zeit nicht mit Dingen, die du nicht verändern kannst, sondern fokussiere auf das, was du beeinflussen kannst». Diese Aussage hat mich geprägt und ich versuche, sie stets in meinem Berufsalltag zu berücksichtigen. Es gibt zahlreiche weitere Erkenntnisse und Methoden, welche ich in meine Arbeit integriert habe. Ausserdem durfte ich während der Weiterbildungen viele tolle Persönlichkeiten kennenlernen und mein Netzwerk erweitern.

Frage 9: Wie hast du das Teilnehmerfeld im CAS Sportmanagement erlebt und welche Impulse aus dem Austausch mit den anderen Teilnehmenden wirken bei dir heute noch nach?

Das Teilnehmerfeld habe ich als sehr vielfältig erlebt. Genau dieser Mix aus Personen mit unterschiedlichen Hintergründen hat den Austausch besonders bereichert. Ich stehe auch 5 Jahre nach meiner Ausbildung regelmässig mit einzelnen Personen geschäftlich und privat in Kontakt, was ich sehr schätze.

Frage 10: Du verbindest handwerkliche Ausbildung, kaufmännisches Wissen, Sportmanagement-Expertise und praktische Führungserfahrung. Was würdest du jemandem raten, der heute am Anfang seiner Karriere steht und noch nicht weiss, welchen Weg er einschlagen soll?

Mein Rat wäre es, sich Zeit zu geben und verschiedene Erfahrungen bewusst zuzulassen. Man muss am Anfang nicht alles wissen – im Gegenteil, jede Station hilft zu verstehen, was man will und was wirklich passt. Wichtig ist, offen zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und aus jeder Erfahrung zu lernen, egal ob im handwerklichen, kaufmännischen oder sportlichen Umfeld. Der eigene Weg entsteht oft erst im Gehen – nicht am Reissbrett.

Dominik Ellenberger

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