Roger Wilfinger ist Unternehmer, Mitgründer der KA-EX Group und Gründer von ViCAP Systems. Als COO von KA-EX verantwortet er die internationale Expansion des Unternehmens und den Aufbauneuer Märkte in Europa, den USA und dem Nahen Osten. Gemeinsam mit dems panischen Familienunternehmen Hijos de Rivera treibt er die weltweite Entwicklung innovativer Getränkekonzepte und strategischer Partnerschaften voran.
Im Zentrum seines unternehmerischen Wirkens steht jedoch ViCAP Systems, eine von ihm entwickelte und patentierte Zwei-Kammer-Technologie, die empfindliche Wirkstoffe bis zum Moment des Konsums schützt und dadurch neue Möglichkeiten für Getränke und Nahrungsergänzung schafft. Für Roger Wilfinger ist ViCAP nicht nur eine Innovation, sondern sein unternehmerisches Lebenswerk und das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit mit einer klaren internationalen Vision.
Nach seinem CAS Sportmanagement an der Universität St.Gallen verbindet er strategisches Management mit seiner Leidenschaft für Sport, Gesundheit, Technologie und Innovation. Sein Ziel ist es, Schweizer Ingenieurskunst und innovative Technologien weltweit erfolgreich zu etablieren und nachhaltige Marken mit internationaler Strahlkraftaufzubauen.
Lieber Roger, du bist Unternehmer, Erfinder und Gründer mehrerer Unternehmen. Viele kennen KA-EX aus dem Sportumfeld, doch nur wenige kennen die Geschichte dahinter. Was macht KA-EX und ViCAP Systems aus?
KA-EX und ViCAP Systems erzählen zwei unterschiedliche Geschichten, die heute eng miteinanderverbunden sind. KA-EX wurde ursprünglich von meinem Geschäftspartner Pedro Schmidt mit der Vision entwickelt, ein hochwertiges Regenerationsgetränk zu schaffen. Mit der wissenschaftlichen Bestätigung, dass KA-EX den Cortisolspiegel signifikant senken kann, entwickelte sich die Marke zunehmend in Richtung Leistungs- und Spitzensport. Heute arbeiten wir mit internationalen Athletinnen und Athleten, Teams und Verbänden zusammen und bringen Schweizer Innovation erfolgreich in internationale Märkte.
ViCAP Systems hingegen ist meine persönliche Unternehmergeschichte. Über viele Jahre habe ich eine patentierte Zwei-Kammer-Technologie entwickelt, die empfindliche Wirkstoffe bis unmittelbar vor dem Konsum schützt. Diese Entwicklung war geprägt von unzähligen Prototypen, Rückschlägen und der Überzeugung, dass echte Innovation Zeit braucht. Für mich ist ViCAP deshalb nicht einfach eine Technologie, sondern mein unternehmerisches Lebenswerk.
Mit ViCAP Systems hast du eine patentierte Zwei-Kammer-Technologie entwickelt. Wie ist die Idee entstanden und was hat dich motiviert, über Jahre an dieser Entwicklung festzuhalten?
Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung: Viele hochwertige Inhaltsstoffe verlieren bereits während der Lagerung einen Teil ihrer Wirksamkeit. Ich wollte dieses Problem technologisch lösen.
Aus dieser Idee wurde ein Entwicklungsprozess über viele Jahre mit technischen Hürden, Patenten und unzähligen Prototypen. Gerade diese Herausforderungen haben mich motiviert. Heute erfüllt es mich mit Stolz, dass ViCAP international eingesetzt wird und neue Möglichkeiten für funktionelle Getränke eröffnet.
Gemeinsam mit dem spanischen Familienunternehmen Hijos de Rivera treibt ihr die weltweite Entwicklung innovativer Getränkekonzepte voran. Wie ist diese Partnerschaft entstanden und was kann ein Schweizer Unternehmen von einem traditionsreichen Familienunternehmen lernen – und umgekehrt?
Die Partnerschaft entstand aus einem gemeinsamen Verständnis von Innovation und Qualität. Hijosde Rivera denkt generationenübergreifend und investiert langfristig in neue Ideen. Diese Haltung passt hervorragend zu unserem Verständnis von nachhaltigem Unternehmertum.
Wir bringen Schweizer Ingenieurskunst, Innovationskraft und neue Technologien ein. Gleichzeitig lernen wir von einem traditionsreichen Familienunternehmen, wie wichtig langfristiges Denken, Vertrauen und Werte für nachhaltigen Unternehmenserfolg sind. Ich bin überzeugt, dass genau diese Kombination die Grundlage unserer erfolgreichen internationalen Zusammenarbeit bildet.
Für mich persönlich ist es zudem eine grosse Freude und Ehre, mit José «Pepe» Cabanas zusammenzuarbeiten. Für mich ist er eine Legende im internationalen Markenaufbau. Er verbindet strategische Weitsicht, Kreativität und Bescheidenheit auf aussergewöhnliche Weise. Ich schätze sein Vertrauen, seine Menschlichkeit und den inspirierenden Austausch sehr. Die Zusammenarbeit mit ihm ist für mich sowohl fachlich als auch persönlich eine grosse Bereicherung.
Ihr arbeitet eng mit diversen Spitzensportler zusammen, welche Rolle Rolle spielen Sie für eure Markenstrategie?
Für uns steht Glaubwürdigkeit im Mittelpunkt. Spitzensportler stellen höchste Ansprüche an Qualität und wissenschaftliche Evidenz. Besonders freut mich, dass einige Partner nicht nur Markenbotschafter, sondern auch unternehmerisch an unsere Vision glauben.
Spitzensport und Unternehmertum haben für mich erstaunlich viel gemeinsam: Talent allein reicht nicht. Entscheidend sind Disziplin, Konsequenz, Resilienz und der Wille, sich jeden Tag weiterzuentwickeln. In über 25 Jahren im Marketing durfte ich mit aussergewöhnlichen Athletinnen und Athleten wie Kevin De Bruyne, Tyson Fury und Lara Gut-Behrami zusammenarbeiten. Gerade diese Persönlichkeiten zeigen mir immer wieder, was nachhaltigen Erfolg ausmacht: eine klare Vision, Bodenständigkeit, absolute Professionalität und die Fähigkeit, auch nach Rückschlägen konsequent das nächste Ziel zu verfolgen.
Als COO verantwortest du die internationale Expansion. Wie unterscheiden sich diese Märkte?
Die USA sind sehr innovationsgetrieben und schnell. Europa legt grossen Wert auf Qualität und wissenschaftliche Evidenz. Im Nahen Osten sind Vertrauen und langfristige Beziehungen entscheidend. Erfolgreiche Internationalisierung bedeutet, die Kultur eines Marktes zu verstehen, ohne die eigene Identität zu verlieren.
Wie gehst du persönlich mit Rückschlägen um?
Rückschläge gehören zum Unternehmertum. Ich analysiere Herausforderungen sachlich, lerne daraus und richte den Blick konsequent nach vorne. Gerade schwierige Phasen haben mich als Unternehmer und Führungspersönlichkeit am stärksten geprägt.
Welche Erkenntnisse oder Kontakte aus dem CAS Sportmanagement begleiten dich bis heute?
Der CAS hat meinen Blick auf den Sport als Wirtschaftssystem erweitert. Besonders wertvoll waren der Austausch mit Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Branchen und das starke HSG-Netzwerk.
Gibt es ein Learning aus den Modulwochen, das dir besonders geblieben ist?
Mich hat beeindruckt, wie eng Spitzensport und erfolgreiches Unternehmertum miteinander verbunden sind. Nachhaltiger Erfolg entsteht durch Disziplin, Teamarbeit und konsequente Umsetzung.
Welche Entwicklungen erwartest du im Bereich Gesundheit, Performance und Regeneration?
Ich bin überzeugt, dass Gesundheit künftig noch stärker personalisiert und wissenschaftlich begleitet wird. Technologien wie ViCAP werden dazu beitragen, hochwertige Inhaltsstoffe bis unmittelbar vor dem Konsum optimal zu schützen.
Wenn du heute noch einmal am Anfang deiner Karriere stehen würdest – welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
Wenn ich meinem jüngeren Ich einen Rat geben könnte, dann wäre es dieser: Glaube an deine Vision und lass dich von Rückschlägen nicht entmutigen. Viele Menschen erklären dir, warum etwas nicht funktionieren kann. Unternehmerinnen und Unternehmer müssen den Mut haben, trotzdem ihren eigenen Weg zu gehen.
Ich bin überzeugt: Nichts ist unmöglich. Wirklich grosse Innovationen entstehen, weil Menschen an Ideen festhalten, an die anfangs kaum jemand glaubt. Mit Leidenschaft, Ausdauer, Integrität und den richtigen Menschen an seiner Seite assen sich Ziele erreichen, die zunächst unerreichbar erscheinen
Deshalb lautet mein persönliches Motto bis heute: „Nichts ist unmöglich.“
Vielen Dank für das spannende Interview, lieber Roger!
Roger Wilfinger
